Unentschieden im Schachkrimi gegen TuS Ende

Am ersten Spieltag der Verbandsklasse Nord Südwestfalen spielte die erste Mannschaft des SV Meschede in Herdecke-Ende 4:4 unentschieden.

In einem fast sechseinhalb Stunden dauernden Schachkrimi konnte sie gegen die Mannschaft des TuS Ende einen Teilerfolg verbuchen. Nach einem zwischenzeitlichen Ausgleich zum 3,5:3,5 keimte sogar Hoffnung auf einen Sieg auf, aber mit einem 4:4 waren beiden Teams gut bedient.

Heinrich Gutheil (Brett 1) und Thorsten Meschede (Brett 3) spielten ideenreich, aber in den Stellungen ihrer Gegner waren keine schwachen Punkte zu entdecken. Sie sahen keine Möglichkeit, ihre Partien zu gewinnen und diese endeten unentschieden. Patrick Hoffmann (Brett 2) kam aus der Eröffnung nicht schlechter als sein Gegner raus.
Er verlor aber beim Übergang ins Endspiel einen Bauern und die Partie.

Gerhard Dyballa (Brett 7) zeigte eine reife Leistung. Er stand schon in der Eröffnung besser und übte danach ein für ihn typisches Figurenpressing  aus.  Sein Gegner hatte sich gegen dessen starken Druck gestemmt, verlor aber irgendwann die Übersicht und brach zusammen.

Martin Franzes (Brett 6) opferte in der Eröffnung einen Bauern. In einem sehr komplizierten Mittelspiel konterte er stark im Zentrum den Königsangriff seines Gegners aus, übersah aber im unübersichtlichen Getümmel gewinnbringende Varianten und verlor seine Partie.

Dieter Senff (Brett 5) investierte einen Bauern für einen Angriff. Im weiteren Spielverlauf flüchtete der gegnerische König auf den Damenflügel, wo dieser sich immer noch dem Figurenangriff erwehren musste.
Ein Abtausch fast aller Figuren führte zu einem verschiedenfarbigen Läuferendspiel und damit zum Remis.

Die Mescheder lagen nach dreieinhalb Stunden Spielzeit mit 2,5: 3,5 hinten, Leszek Trojan (Brett 4) hatte ein ausgeglichenes Endspiel auf dem Brett und Andreas Kampert (Brett 8) kämpfte in einem Turm-Läufer-Endspiel mit einem Minusbauern ums Remis.

Trojan gewann in der fünften Spielzeitstunde einen Bauern, womit die Chancen die Chancen auf einen unentschiedenen Ausgang des Kampfes für SV Meschede stark stiegen.

Kampert griff mit seinem Turm-Läufer Gespann die gegnerischen Bauern auf dem Königsflügel an.
Sein Gegner wollte die Partie unbedingt gewinnen und unterschätze er den Angriff. Kampert führte die Attacke konsequent weiter und gewann die Partie.

Trojan spielte in einem äußerst vorteilhaften Turmendspiel nur einmal ungenau. Er übersah eine glänzende Riposte seines zähen Gegners, die ein klares Remis zur Folge hatte.

(G.Dyballa)